NEUE BLOG-ADRESSE
Es tut mir sehr Leid, dass ich mich schon so lange nicht mehr gemeldet habe, aber erst war ich 3 Wochen im Urlaub und dann sind wir letzte Woche aus unserer Gastfamilie ausgezogen. Berichte bekommt ihr bald zu lesen
aber zunächst habe ich eine neue Blogadresse, auf der ihr nun alle Berichte finden werdet.
www.nadineinkenya.wordpress.com
Liebste Grüße aus dem kalten Kisii
Ostern in Kenia – Cooked Bananas & Sandwiches für die Kids
Karfreitag- Ein Tag wie jeder andere, außer dass keine Schule stattgefunden hat. Deshalb haben wir erstmal ausgeschlafen sind sind mittags in die Schule gegangen und haben mit den Kindern gespielt.
Unsere Gastfamilie geht nicht in die Kirche und ist nicht besonders gläubig, obwohl alle Kenianer sehr gläubig sind. Aus diesem Grund wurde auch keinen Wert darauf gelegt, dass man eigentlich kein Fleisch am Karfreitag isst. Abends wurde nämlich eine Ziege geschlachtet, die von David, dem Bruder unserer Gastmutter, gekauft wurde.
Am Samstag waren Eva und ich Vormittags auf dem Markt und haben fünf große Bananenstauden, 80 Tomaten und 40 Zwiebeln gekauft. Damit haben wir uns auf dem Weg in die Schule gemacht. Als wir ankamen, kamen schon alle Kinder auf uns zugerannt und rissen uns die Tüten aus der Hand und wussten genau was wir vorhatten mit den Bananen. Schnell wurde angefangen die Bananen zu schälen. Sehr viele Kinder halfen mit und hatten sichtlich Freude an der Arbeit. Nach 2 Stunden waren alle Bananen geschält und nachdem das Essen fertig gekocht hatte, wurden 60 Teller gerecht gefüllt. Die Kids freuten sich sehr über das Essen, da es Bananen normalerweise nie gibt.
Zuhause haben wir Abends mit allen Freiwilligen Mashmallows gegrillt. Ein sehr schöner und lustiger Abend.
Sonntags wollten wir nochmal etwas besonderes für die Kids machen und haben 15 Packungen Brot, Butter, Marmelade und Peanutbutter gekauft, sodass wir für alle Kids insgesamt 2 Doppeldecker-Sandwiches machen konnten. Die Kids waren total begeistert, da sie davor noch nie Marmelade und Peanutbutter gegessen haben.
Also im großen und ganzen wurde kein Ostern gefeiert. Wir haben jedoch ein sehr schönes Wochenende mit den Kids verbracht und haben ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern können.
Seit letzten Donnerstag sind nun Ferien. Alle Kinder sind Zuhause und wir haben nun 3 Wochen Urlaub und fahren Morgen nach Nairobi für 2 Tage und dann werden wir 10 Tage an die Küste fahren und unseren Urlaub genießen.
450 Kreppel an einem Tag
5. April 2012
Wie ihr wisst haben wir jeden Donnerstag unseren Kochtag! Da nun der April anfing, wollten wir wieder etwas neues kochen. Josephine und Betty, 2 Lehrerinnen der Mädelsklasse, fragten uns, ob wir denn nicht was deutsches kochen könnten. Eva und ich überlegten was wir machen könnten und kamen auf die Idee Kreppel zu machen. Wir beide wussten zwar nicht wie man Berliner macht, hatten aber ein leichtes Rezept im Internet gefunden.
Am Donnerstag machten wir also Berliner und alles hat wunderbar geklappt. Aufgrund der Hefe vergrößerte sich der Teig auf das 4 fache und alle Lehrer, die zwischen durch in den Klassenraum kamen, waren total fasziniert von dem Teig.
Insgesamt haben wir um die 450 Kreppel gemacht. Alle Kinder bekamen 2 Stück und 5 Stück für die Lehrer. Alle waren total glücklich und freuten sich über die Berliner.
Eva und ich nahmen ein paar mit nach Hause und unsere Gastfamilie probierte sie. Allen hat es total gut geschmeckt und fragten uns, ob wir nochmal welche machen könnten. Also machten wir am gleichen Abend nochmal um die 150 Kreppel für die Familie und uns Freiwillige.

“Willkommen in der Regenzeit!”
Das sagte Eva heute morgen beim Frühstück, da es zum 1. Mal am Morgen regnete und es zudem relativ kalt war. So langsam beginnt die Regenzeit in Kisii und das ist auch gut so, weil es zum einen nicht mehr so extrem heiß ist, wie die letzten 3 Monate und zum anderen weil endlich neues Gemüse& Obst gepflanzt werden kann.
Die letzten Tage hat es immer um Punkt 17:00 Uhr angefangen zu regnen. Das lustige ist, dass es dann nicht nur ein bisschen regnet. NEIN! Wenn es regnet, dann richtig und man kann froh sein, wenn man zu diesem Zeitpunkt zu Hause ist, weil die Stadt steht still und man hat das Gefühl, die Welt gehe unter.
Gestern habe ich die tolle Erfahrung gemacht, dass man nicht mit Flip-Flops auf die Straßen gehen sollte nach dem Regen, da man sonst stecken bleibt oder eine neue Schlammsohle an den Schuhen trägt.

Wochenende im Kakamega Rainforest
Letzte Woche entschieden Nana, Mads ( 2 dänische Freiwillige) und ich übers Wochenende nach Kakamega zu fahren, um dort den einzigen Regenwald in ganz Kenia zu besichtigen.
Am Freitag nach dem Mittagessen fuhren wir mit dem Matatu nach Kisumu. Dort wollten wir eine Nacht übernachten, bevor wir Samstags nach Kakamega weiterfahren wollten. In Kisumu angekommen gingen wir zunächst in unser Hotel, was für unsere Verhältnisse luxuriös war, da wir eine Warmwasserdusche, ein richtiges Klo und einen Ventilator vorfanden. Nach einer kurzen Pause und einer warmen Dusche gingen wir zum Viktoria See, um uns den Sonnenuntergang anzuschauen. Es war echt schön und wir hatten total viel Glück, da wir insgesamt 4 Hippos gesehen haben, die gerade mal 10m von uns entfernt waren.
Danach gingen wir in das „Green Garden“ Restaurant. Der Besitzer kommt auch aus Deutschland und deshalb kann man ein typisches Wiener Schnitzel oder Currywurst essen.

Am Samstag gönnten wir uns ein American Breakfast mit RICHTIGEM Kaffee, Rührei, Toast, Marmelade, frischem Mangosaft und einem Würstchen für umgerechnet gerade mal 2€. Danach waren wir noch schnell einkaufen, da wir uns für die Zeit im Regenwald Selbstversorgen wollten. Nachdem wir alles eingekauft hatten, machten wir uns dann auf den Weg nach Kakamega. Von dort aus fuhren wir 20 km ins Inland, um zu unserem Camp zu gelangen. Das Camp war sehr schön. Wir konnten uns aussuchen, ob wir in einem „normalen“ Guesthouse schlafen wollen oder in traditionellen „Bandas“, das sind Lehmhütten mit einem Strohdach. Wir entschieden uns für die Bandas und nachdem wir unser Gepäck verstaut hatten, kam auch schon unser Guide, der mit uns eine Wanderung durch den Wald machen wollte. 2 Stunden liefen wir durch den Wald. Alles war sehr grün und die Bäume waren extrem hoch. Neben sehr vielen Schmetterlingen sahen wir relativ viele Affen und ein paar Vögel. Ich persönlich habe mir unter einem Regenwald etwas anderes vorgestellt, aber trotzdem war es schön in dem Wald gewesen zu sein. Nach der Wanderung kochten wir Spaghetti mit Tomatensoße und lernten eine Gruppe von Amerikanern kennen, die für eine NGO arbeiten. Mit denen unterhielten wir uns sehr lange und machten ein Lagerfeuer. Zum ersten Mal habe ich gegrillte Marshmallows gegessen, was sehr empfehlenswert ist.


Am Sonntag sind wir um halb 5 aufgestanden und sind zusammen mit den Amerikanern und unserem Guide 2 Stunden auf einen 1700m hohen Berg gelaufen, um uns von dort den Sonnenaufgang anzuschauen. Das Hinauflaufen war zwar sehr anstrengend, aber der Blick über den ganzen Regenwald in Kombination mit dem Sonnenaufgang war einfach nur wunderschön.


Auf dem Rückweg kam eine Herde von mindestens 70 Affen den Berg hinunter gestürmt und wir standen nur ein paar Meter davon entfernt und waren total überrascht und freuten uns, weil man solch ein Bild nicht oft zu sehen bekommt.
Nachdem wir gefrühstückt hatten machten wir uns wieder auf den Weg nach Kisumu. Dort angekommen waren wir kurz auf dem Massai-Markt und sind danach in ein anderes gutes Restaurant, wo wir Burger gegessen haben und uns einen Eiskaffee gegönnt haben.
Zurück in Kisii erzählten wir natürlich von unserem Trip und fielen total erschöpft ins Bett
Endlich: Ärzte in Kisii streiken nicht mehr
Die letzten 2 Wochen haben die Ärzte in Kisii gestreikt. Deshalb war es nicht möglich mit den Kindern zum Zahnarzt zu gehen. Am Montag war es dann endlich so weit. Der Streik ist offiziel zu Ende!
Nachdem ich am Montagvormittag im Krankenhaus war und noch mal alles abgeklärt hatte, konnten wir am Dienstag um halb 10 mit den ersten drei Kindern zum Zahnarzt.
Babu, Geoffrey und Peris waren die ersten Kinder. Einigermaßen pünktlich machten Beatty, eine sehr engagierte Schulassistentin, Verena, die glücklicherweise Zeit hatte, da Eva leider immer noch krank ist, die Kinder und ich uns auf den Weg ins Krankenhaus. Wir fuhren mit Pik-Pikis, das ist wie eine Art „Motorrad-Taxi“, die uns zum Krankenhaus fuhren. Dort angekommen mussten wir erstmal zur „Pay-Station“ und kauften für alle Kinder eine Art Patientenkarte. Nachdem das relativ schnell ging, gingen wir zum Zahnarzt und warteten erstmal für 20 Minuten bis wir dran kamen. Als wir endlich dran kamen, hat die eine Zahnarzthelferin alle Daten in ihren Computer eingegeben und hat uns dann wieder zur „Pay Station“ geschickt, um für die anstehenden Behandlungen zu bezahlen. Das Bezahlen dauerte dann gefühlte Ewigkeiten, da mindestens 8 Leute vor uns waren. Nachdem wir dann endlich die Kassenzettel erhalten haben, mussten wir beim Zahnarzt wieder warten, bis wir an der Reihe waren. Schlussendlich, nach einer weiteren gefühlten Ewigkeit, kamen wir dran. Peris und Babu wurden 2 bzw. 3 Milchzähne gezogen. Beide waren total tapfer und beide Behandlungen gingen relativ schnell. Geoffrey benötigte eine professionelle Zahnreinigung, was relativ lange dauerte. Aber waren wir dann pünktlich zum Mittagessen aber wieder in der Schule.
Am Mittwoch sind wir dann mit 5 Kindern zum Zahnarzt. Allen Kindern wurden Milchzähne gezogen und wir warteten wieder gefühlte Ewigkeiten.
Heute war ich mit Josephat alleine im Krankenhaus, da er zwei große Löcher in den Zähnen hatte, die gefüllt wurden. Er war total tapfer und morgen geht’s mit den nächsten Kids zum Zahnarzt.
Also viele weitere Besuche warten auf uns, aber endlich kann den Kindern geholfen werden. Das einzige was sehr nervig ist, ist das System des Krankenhauses, da es unglaublich langwierig ist und man echt sehr viel Geduld benötigt.
Sehr viel Spaß an einem Tag
Seit Anfang letzter Woche organisierten wir einen Spiele-Tag.
Der Ablauf des Tages sah so aus, dass wir Vormittags um 11 Uhr, nach dem Chai-Break, mit den Spielen anfangen wollten, diese sollten dann bis zum Mittagessen spielen gehen. Anschließend stand für alle Kinder Ananassaft und Samosas (Blätterteig, gefüllt mit Gemüse) auf dem Plan.. Zum Abschluss wollten wir mit allen Kindern gemeinsam den Boggie-Song tanzen, den Ida und Rose die Tage davor mit den Kids geübt haben.
Freitags, bevor wir mit den Spielen begannen, redeten wir mit allen Lehrern über den geplanten Ablauf und alle waren begeistert, hörten aufmerksam zu und wussten was ihre Aufgaben sind, was normalerweise nicht der Fall ist.
Um 11 Uhr versammelten sich dann alle Kinder auf der großen Wiese und Mr. Juma, der stellvertretende Schulleiter, erklärte den Kindern, was wir vorhatten.
Da wir für ein paar Tage 4 Freiwillige aus Nairobi zu Besuch hatten und Leifs Zwillingsbruder zu Besuch war, konnten wir es so arrangieren, dass jeweils 2 Freiwillige an einer Station standen und die Lehrer zusammen mit ihrer Gruppe von Station zu Station liefen. So geschah es auch und wenn die Glocke läutete wurden die Stationen gewechselt.
Wir hatten folgende Stationen vorbereitet: Eierlauf, Passionfruit-Schnappspiel, Sackhüpfen, Schwungtuch und eine Malstation.
Die Kinder hatten total viel Spaß, lachten die ganze Zeit und freuten sich über die Eier, die sie nach dem Eierlauf essen durften und über die Passionfruits.
Alle Spiele liefen ohne Probleme ab und es entstand kein Chaos, was wir eigentlich erwartet hatten, aber die Lehrer haben einen super Job gemacht, auf ihre Gruppen aufgepasst und ihnen die Spiele erklärt und geholfen. Die Lehrer hatten während dem ganzen Tag auch sehr viel Spaß und es war so schön zu sehen, dass alle glücklich waren.
Nachdem alle Spiele gespielt waren, versammelten sich alle Kinder wieder zusammen und bedankten sich für die Eier, Fruits und bei den Freiwilligen aus Nairobi, dass sie zu Besuch gekommen sind.
Dann gab es Mittagessen und nach dem Mittagessen versammelten sich wieder alle Kinder und es gab für alle die Samosas und Ananassaft.
Nach dem Essen tanzten wir alle zusammen den Boggie-Song und es war total lustig, dass fast alle 75 Kinder mittanzten.
Also unser Games-Day war ein voller Erfolg, alle lachten und hatten Spaß. Die Lehrer haben einen richtig guten Job gemacht und ohne ihre Unterstützung, wäre der Tag nicht so erfolgreich verlaufen.
Ein Lachen sagt mehr als tausend Worte!




Update der Schule
Nun bin ich schon seit 2 Monaten in Kenia und so langsam habe ich mich eingelebt und habe meinen Alltag gefunden.
Wenn wir morgens um 8 Uhr in die Schule kommen, frühstücken die Kinder und wir haben es zum Ritual gemacht, dass wir alle Kinder begrüßen und den Kindern, die Hilfe beim Essen brauchen, helfen wir. Danach findet immer ein „offizieller Start“ der Schule statt, wo alle Kinder zusammen singen und beten. Danach findet Unterricht statt und wir organisieren unsere Projekte und holen zwischendurch Kinder in unseren Volunterraum und versuchen sie einzeln so gut es geht zu fördern.
Um halb 1 gehen wir wieder nach Hause und haben Mittagspause und essen Mittagessen.
Um 14 Uhr geht es wieder zurück und bis 15 Uhr organisieren wir weiter und danach ist eine Stunde „Playtime“, wo wir mit den Kindern spielen, singen und basteln.
Unser „Koch-Projekt“ mit den Mädels läuft weiterhin gut. Den ganzen Februar haben wir „Mandazis“ gekocht und morgen machen wir zum ersten Mal „Chapati“, das ist eine Art Pfannkuchen, was auch sehr lecker schmeckt.
Für die Mädels haben wir ein Kochbuch erstellt. In diesem Buch findet man die Zutatenlisten und eine Anleitungen für unsere Gerichte . Dieses Buch besteht nur aus Bildern, da die Kids nicht lesen können und anhand von den Bildern, sind sie in der Lage selbstständig zu kochen. Um das Kochbuch zu erstellen, haben wir alle Zutaten und jeden einzelnen Arbeitsschritt fotografiert. Die Mädels waren super stolz IHR Buch zu sehen.
Das „Zahnarzt-Projekt“ läuft auch gut. Wir haben viele Menschen gefunden, die bereit sind zu spenden, damit wir mit allen Kindern zum Zahnarzt gehen können. Dafür sind wir sehr dankbar, dass wir den Kindern ermöglichen können, keine Zahnschmerzen mehr zu haben.
Diese Woche wollten wir eigentlich mit den ersten Kindern schon ins Krankenhaus fahren, um sie behandeln zu lassen, aber zur Zeit streiken die Ärzte in Kisii, so dass wir das verschieben mussten.
Evas Bananen- und Avocado-Projekt wird nun auch wieder in Angriff genommen. Es müssen noch 2 Seiten des Feldes eingezäumt werden und dann können endlich die Bäume gepflanzt werden.
Wir planen weiterhin einen „Games-Day“, der diesen Freitag stattfinden soll. Wir haben verschiedene Spiele vorbereitet, die in Gruppen absolviert werden. Zum Beispiel ist ein Eierlauf geplant, ein „Passionfruit-Schnappspiel“ (das ist wie das „Apfel-Schnappspiel“ nur eben mit Passionfruits), Sackhüpfen usw.
Nach den Spielen soll es für alle Kinder Mandazis und Musik zum tanzen und singen geben.
Also wie ihr sehen könnt, haben wir jede Menge zu tun, aber alles läuft gut
Krank in Kisii
Am Freitagabend freute ich mich total auf ein „typisches“ deutsches Abendessen, da Stefan, der Freund von Verena, der im Moment zu Besuch da ist, Käse, Salami und Körnerbrot mitbrachte. Dazu machten wir noch einen leckeren Tomaten-Gurken-Salat. Jedoch Von jetzt auf gleich ging es mir total schlecht und wir beschlossen ins Krankenhaus zu fahren, um dort einen Malariatest zu machen. Beim Ergebnis kam dann heraus, dass er negativ war und wir fuhren wieder nach Hause.
Die ganze Nacht und den ganzen Samstag ging es mir absolut nicht gut. Ich hatte Fieber, Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Schnupfen usw und schlief den ganzen Tag… Abends ging es mir immer noch nicht besser und deshalb fuhren wir noch mal ins Krankenhaus, wo ich dann ein paar andere Tests machte, die aber alle negativ ausfielen. Der Arzt meinte dann, dass ich doch zur Sicherheit Malariamedikamente nehmen sollte, da meine Symptome für Malaria sprachen.
Sonntags hatte ich dann zumindest kein Fieber mehr durch die Tabletten und mir ging es einigermaßen wieder gut.
Am Montag ging es mir aber immer noch nicht viel besser und deshalb entschied ich mich noch mal in ein anderes Krankenhaus zu gehen. Im Level 5 Krankenhaus wurden dann noch mal Tests durchgeführt und nach 3 langen Stunden des Wartens kam dann heraus, dass ich Bakterien im Magen habe, die das Fieber und die Magenschmerzen verursachten. Die Ärztin verschrieb mir dann Antibiotika und heute geht es mir glücklicherweise schon wieder viel besser und pünktlich zum Schulbeginn bin ich wieder fit!
Resümee: Krank sein in Kenia ist kein Vergnügen, man braucht sehr viel Geduld
Wochenende in Kisumu !
Spontan entschieden Verena und ich über das Wochenende nach Kisumu zu fahren.
Also fuhren wir am Freitag mit dem Matatu nach Kisumu, wo wir von Hannah, einer weiteren Via-Freiwilligen abgeholt wurden.
Sie zeigte uns zunächst ihr Projekt. Sie arbeitet auch in einer Special School und es war sehr interessant ihre Schule zu sehen. Das Schulsystem ist ganz anderes. Die älteren Schüler sind zum Beispiel in keinen Klassen mehr, sondern nehmen an Workshops teil, damit sie nach der Schule mehr Möglichkeiten haben einen Arbeitsplatz zu finden. Die Mädels haben unter anderem die Möglichkeit kochen zu lernen, nähen zu lernen oder in der Hauswirtschaft tätig zu sein. Die Jungs lernen hingegen leren wie man im Garten arbeitet oder aus Holz diverse Gegenstände baut.
Nachdem wir uns die Schule betrachtet haben, fuhren wir in Hannahs Wohnung, wo sie mit noch zwei Freiwilligen, Chrissi& Anne, zusammen wohnt. Die Drei haben eine riesige Wohnung, d.h. drei Schlafzimmer, Küche, Toilette und Dusche getrennt und 2 große Balkone. Von so einer Wohnung träumen wir auch und hoffen, dass wir im März nun auch endlich ausziehen können. Da die Wohnung groß genug ist, zwei Übernachtungsgäste aufzunehmen, schliefen wir für die zwei Nächte bei den Mädels.
Nach einer kurzen Pause machten Verena und ich uns auf den Weg auf einen Massai-Markt, der zwar kleiner ist als der in Nairobi, dafür aber eigentlich genau die gleichen Sachen verkauft und diese auch wesentlich billiger sind. Dort kauften wir unendlich viel Schmuck, Karten und Taschen. Danach sind wir in ein Einkaufszentrum gefahren, wo wir uns einen Eiskaffee gegönnt haben, sogar mit richtigem Eis und richtigem Kaffee.
Abends sind wir mit den anderen 3 Mädels in eine Bar gegangen, welche sich auf einer großen Dachterrasse befindet. Dort waren wir lecker essen und haben richtige Cocktails getrunken.

Am nächsten Tag wollten Verena und ich eigentlich in einen Nationalpark fahren, aber es war einfach zu heiß. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, erst den Bahnhof anzuschauen. Dieser war total verlassen und wir fühlten uns in die Kolonialzeit zurück versetzt, da alles sehr englisch gestaltet und gebaut war. Es war total entspannend und sehr sehr ruhig, wohlmöglich der ruhigste Platz in ganz Kenia.
Danach liefen wir an den Beach von Kisumu. Es war total interessant zu sehen. Die Menschen fuhren mit ihren Autos direkt in den See hinein, um dort ihre Autos zu waschen. So etwas sieht man auch nur in Kenia
Verena und ich entschieden uns eine Bootstour auf dem Victoria See zu machen und während dieser Tour sah ich zum ersten Mal frei lebende Nilpferde, die einfach im See herum schwammen. So etwas habe ich zuvor noch nie gesehen und war total begeistert!


Nach der Tour haben wir uns in Restaurant gesetzt und haben den frischsten Fisch überhaupt gegessen. Dieser wurde kurz davor nämlich erst gefangen wurden. Der war super lecker und dazu habe ich Chapatti gegessen.
Abends waren Verena, Hannah und ich in einem Deutschen Restaurant. Von dem waren wir total begeisert und von Cordon Bleu, über Wiener Schnitzel, über Schweinebraten und Rouladen gab es einfach alles. Wir hatten echt Probleme uns zu entscheiden und deshalb beschlossen wir einfach am nächsten Tag noch mal dort essen zu gehen, damit die Entscheidung nicht all zu schwer fällt. Ich aß also Cordon Bleu mir Bratkartoffeln und es war so lecker. Da habe ich zum ersten Mal gemerkt, wie sehr mir doch das deutsche Essen fehlt ![]()
Nach dem Essen waren wir noch in einem Club, wo wir aber nicht sehr lange blieben, da es gefühlte 40 Grad heiß war.
Sonntags haben wir alle erstmal schön ausgeschlafen und sind dann, wie wir am Abend vorher beschlossen haben, noch mal in das deutsche Restaurant gegangen. Dieses Mal habe ich eine Pizza gegessen und Verena eine Roulade mit Kartoffeln und Rotkraut.

Nach dem Essen fuhren wir wieder zurück nach Kisii.
Also wir haben das Wochenende sichtlich genossen und es uns gut gehen lassen